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Absoluter HASS - die HUKCoburg und ich.

Was bisher geschah: Am 3. Juni im Jahre des Herrn 2011 um etwa 20:30 Uhr rammte ein Fahrzeug mein Auto schräg von vorn. Am Steuer meines geliebten Fiesta saß mein geliebter Freund, neben ihm unsere geliebte Ostschnitte.  Am Steuer des anderen Fahrzeugs saß ein junger Mann, der offensichtlich weder im Besitz eines Führerscheins noch verlässlicher Herr gesunder fünf Sinne war, neben ihm der schwer leichtsinnige Halter und vermutlich recht gedankenlose Besitzer dieses Wagens. Schatz und Schnitte sind, ebenso wie beide Insassen des Herausfordererfahrzeugs, körperlich unversehrt geblieben - wobei man zweien der eben genannten, den letzteren nämlich, diese Eigenschaft im Bereich des Geistigen nicht unbedingt von vornherein zusprechen kann.  Mein kleiner Flitzer wurde mit schweren Achsschäden und wahrscheinlich einem mittleren Nervenzusammenbruch bei der DEKRA eingeliefert. Meine beiden Unfallopfer mussten an Ort und Stelle verbleiben. Vom zugesagten Mietwagen keine Spur, hin und wieder auch keine Rede. Unser Freund und Helfer rückte an, in zweifacher Ausführung. Nahm Namen, herleitete sich den Hergang des Spektakels, erging sich in rechtmäßigen Ermahnungen, die leider auf 4 taube Ohren stießen. Und rückte nach fast reibungsloser Registrierung wieder ab. Zurück blieben in einer kalten, nassen Juninacht: ein Mann, eine Frau, ein Hund und ein Kindersitz. Dort auf dem Bordstein säßen sie wohl, wäre es nach einer gewissen Versicherungsgesellschaft gegangen, noch heute. Schließlich ließ man sich im schönen Coburg zumindest dazu überreden, ein Taxi zu bezahlen, das die beiden nach Haushalten sortiert bei selbigen ablieferte. Um ca. 0 Uhr in der Nacht.  Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass unsere Helden 3 Stunden in der Kälte gesessen haben. Es gibt charmantere Vorstellungen davon, wie so viel Zeit zu verbringen ist. Am nächsten Tag stand wiederum eine harte Probe für unsere Geduld an: ein Ersatzwagen sollte her. Am Vormittag waren Einkäufe und Erledigungen geplant, wovon man viele auf dem Zettel hat, eben im Begriff, einen Umzug zu vollziehen und zwei Haushalte zu einem zu machen. Die liebe HUK, gestern noch versprechend, einen Mietwagen zu stellen, ihn gar am Vorabend noch hinbringen zu lassen wollend, konnte sich derlei Versprechungen nicht entsinnen - im Gegenteil: vorerst sei man sich mal keiner Schuld bewusst. Wenn wir einen Wagen wollen, mögen wir ihn gefälligst selbst bezahlen. Wir waren da doch stark anderer Meinung, brachten diese zum Ausdruck und wurden nach mehreren eher unzufriedenstellenden Zeitfenstervorschlägen gegen etwa 13 Uhr tatsächlich mit einer A-Klasse belohnt. Nunja. Soweit man denn da von Belohnung sprechen kann.  Trotz seit mehr als einer Stunde geschlossenen Läden trafen wir bei der DEKRA noch einen verständigen Sachverständigen an, der sich unseres Autos nach kurzem Lamenti über dessen ungünstigen Standplatz angesichts seiner gleichzeitigen Unbeweglichkeit (mitten in der Einfahrt zur Prüfhalle, Dank an den mitdenkenden Abschleppwagenführer) tatsächlich noch annahm und uns ein baldiges Gutachten versprach. Nun denn, es hieß zunächst warten. Ersteinmal 10 Tage. In dieser Zeit wurde uns in täglichen Telefonaten mit der HUK versichert, es würde sich gemeldet, man warte händeringend und haareraufend auf ein Lebenszeichen des Unfallverursachers. Zwischenzeitlich hatte die DEKRA fertig untersucht und wir bekamen das Ergebnis in Form eines 11-seitigen Gutachtens in den Briefkasten gezaubert - zeitgleich mit unseren Freunden bei der HUK.  5800 € Schaden. Wiederbeschaffungswert 6000 €. Restwert 1000 €. Wiederbeschaffungsfrist 10 Tage.  Nun gut, genug der schnöden Fakten, kehren wir zurück in die Welt der erfrischenden Fiktion.  Der neueste Coup: die Schuldfrage ist ungeklärt. Es gibt zwar, wie auch die treue HUK spätestens seit einem kühlen Mittwoch, nennen wir ihn mal den 15. Juni, weiß, sowohl die Aussage des Herrn und der Frau Polizeibeamte(r), als auch ein gültiges Überwachungsvideo, dennoch werden Beweise vernachlässigt, hat man doch mit leeren Worten weniger zu schleppen. Schließlich das erste wortweiche Versprechen der HUK, wir schreiben inzwischen den 16. Juni: Das Geld wird angewiesen, die Polizei hat ihre rste Aussage und Feststellung der vollen Schuld und -fähigkeit des Reinfahrers bestätigt. Gut, wir haben Donnerstag, die Banken haben eine eigene Zeitrechnung - werden wir mal nicht vor Dienstag nervös. Es wurde Dienstag. Es wurde Mittwoch. Die DEKRA äusserte Unmut über den blockierten Parkplatz, die Vermietung über das blockierte Auto. Es wurde Donnerstag. Keine Spur einer Zahlung. Das Telefon zur Hand, mal wieder die Sachbearbeiterin bei der HUK an unsere Existenz erinnern. Neue Wahrheit: Auszahlen? Was erzählt der denn da? (mein Liebster wurde so betitelt, man vollziehe meinen wachsenden Kesseldruck nach). Nein, es sei grade erst die Schadenanzeige des Unfallwagenhalters eingegangen, nun könne man bearbeiten. Ich werde selbstverständlich von ihr hören. Herrschaften, hier ein Zwischenruf meinerseits: hören tu ich, wenn mein Telefon schellt und danach eine Stimme daraus zu mir spricht. Am nächsten Tag ein frustrierter Besuch in der örtlichen HUK-Filiale. Dort wurde ich überrascht: gezahlt worden sei bereits am Vortage, ein Schreiben sei als Information an mich gegangen, dies müsse mich doch morgen erreichen? Liebes Publikum, habe ich also von ihr gehört? Höchstens das Papier rascheln. Nun gut. Die Zahlung ereignete sich am 23. Juni. Zumindest der Teil, der sich auf dem Konto der HUK abspielte. Für uns hieß es weiter warten. Nebenher sicherheitshalber schonmal den Disporahmen vollständig ausschöpfen, um den Kredit, dem armen Fiesta zugehörig, abzulösen. Denn dass er einer frühen Verschrottung anheim fallen muss, steht ausser Frage. Am Montag den Kredit abgelöst. Und damit ein kratergroßes Loch in die Haushaltskasse gerissen - doch die Zeit drängte zwischenzeitlich. Am Dienstag nichts von der Versicherung gehört. Am Mittwoch dann, 6 Tage nach der Überweisung, ist tatsächlich Geld angekomman. Großartig, denn heute endete auch das offizielle Angebot des Aufkäufers für den Fiesta - also zu früh, um es ohne Nacharbeit in meiner Freizeit weiterhin nutzen zu können.  Am Donnerstag der nächste GAU: die DEKRA verlangt, zu recht, dass nach 4 Wochen der Fiesta vom Hof geholt wird. Am gleichen Tag. Also wieder ans Telefon hängen, HUK sei Dank wieder viel Zeitvergeudung produziert - wozu noch ein Privatleben hegen?  Donnerstag nachmittag damit verbracht, auf den rettenden ADAC zu warten, den Abschlepper zur Großmutter zu lotsen, den Wagen dort unterzubringen. Einen Nachmittag zugunsten der Trödelei der HUK verloren. Freitag einen weiteren Nachmittag mit Autosuche verbracht, Samstag, den mittlerweile 2. Juli, den ganzen Tag Norddeutschland durchreist und bis nach Hamburg Ranzkarren bestaunt. Das letzte Auto, die allerletzte Hoffnung, dann endlich das erflehte, ehrliche Auto. Sonntag habe ich mir Geburtstag zu feiern erlaubt. Und ausnahmsweise mal die Wohnung zu restaurieren. Und Montag dann endlich ein neues, eigenes Auto. Dienstag der (vermeintlich) rettende Anruf an die Autovermietung: ihr könnt die Karre wiederhaben! Antwort im ersten Telefonat: Aber klar! Machen wir! Dann der Rückruf mit der Ernüchterung, die HUK hat nochmal alle Register gezogen: Sie haben Anspruch auf das Auto bis zum 23. Juni gehabt. Bringen Sie's nach Hamburg und haben Sie 394 Euro dabei, die HUK sagt nämlich, die restliche Zeit zahlen Sie! Wir: WIE BITTE? Lieber Leser, haben Sie aufgepasst? Wir sollten also am 23. Juni schon den Mietwagen abgegeben haben und die folgenden 11 Tage mit dem Besen das Kind zu Tagesmutter und uns selbst zur Arbeit fliegen. Oder wahlweise nochmal 5500 Euro übrig gehabt und ein neues Auto gekauft haben, auf Zuruf der verlässlichen Dame von der HUK, die dummerweise bloß vergessen hat, nach dem Anruf bei der Autovermietung auch uns von unserem Glück zu berichten. Den teils doch recht ausfälligen Kollegen der Vermietung wurde dann meinerseits deutlich und, ich gestehe, etwas lautstark und eine Spur angsteinflößend zu Verstehen gegeben, dass wir durchaus nicht bereit sind, einen Cent für den Unfallwagen, der uns da hingestellt worden war, zu zahlen - das habe ich auch gern unterschrieben. Morgen wird nun endgültig der Fiesta abgeholt, und am Donnerstag hat eine bestimmt hocherfreute Führungskraft am Standort der HUKCoburg in Kiel eine voraussichtlich recht unangenehme Unterredung mit mir. Nur weiß diese Führungskraft noch nichts von ihrem Glück - aber mit Unwissenheit und Dunkeltappenlassen kennt man sich bei jener Gesellschaft ja hervorragend aus, wenn auch normalerweise umgekehrt. So. Wir bleiben gespannt.
6.7.11 00:47


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Eigentlich gibts Annaistschongross nur, weil

Ich die Logindaten für meinen altrn, seit 5 Jahren ungepflegten Internetauftritt wohl nicht mehr wiederfinde, euch heute aber drinfend etwas erzählen muss. Eine Geschichte davon, wie es einem geht, wenn der alleinschuldige Unfallgegner die falsche Versicherung hat. Mal gucken, was ihr sagt! Liebste Grüße Anna
6.7.11 00:46





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